Glossar › Cash Drag
Cash Drag ist der Renditeverlust durch Geld, das ein Fonds als Reserve hält, statt es in Private Markets anzulegen.
Ein semi-liquider Fonds muss Rückgaben bedienen können, ohne Beteiligungen unter Zeitdruck zu verkaufen. Dafür hält er einen Teil des Vermögens in Kasse, Geldmarktpapieren, Anleihen oder gelisteten Titeln. Dieser Puffer bringt meist weniger als das eigentliche Portfolio, und die Differenz kostet Rendite – das ist der Cash Drag.
Ein größerer Puffer macht den Fonds robuster, wenn viele Anleger gleichzeitig hinauswollen, drückt aber die Rendite in ruhigen Zeiten. Ein kleiner Puffer verbessert die Rendite, erhöht aber das Risiko, dass das Gate greift. Prospekte nennen oft eine Mindest- oder Zielquote; wie viel tatsächlich gehalten wird, steht in den Berichten. Beim Vergleich der Wertentwicklung mit geschlossenen Fonds gehört der Cash Drag zu den Gründen, warum Evergreen-Fonds weniger zeigen können.
99 der 139 aktiven Fonds nennen eine Liquiditätsquote, die sie als Puffer halten oder anstreben. Der Median liegt bei 15 % des Fondsvermögens, die Spanne reicht von 0,1 % bis 55 %. Je höher der Puffer, desto größer der mögliche Cash Drag.
Niedrigster, mittlerer und höchster Liquiditätspuffer · Stand 16.10.2026