Glossar › Hurdle Rate
Die Hurdle Rate ist die Mindestrendite, die ein Fonds erzielen muss, bevor der Manager eine Erfolgsgebühr erhält.
Ohne Hurdle erhält der Manager schon für Erträge eine Erfolgsbeteiligung, die der Markt ohnehin geliefert hätte. Mit einer Hurdle von zum Beispiel 5 % pro Jahr fällt die Gebühr erst auf den Teil der Rendite an, der darüber liegt. Bei Kreditfonds orientiert sich die Schwelle teils am Zinsniveau, bei Beteiligungsfonds ist ein fester Satz üblich.
Auf das Kleingedruckte kommt es an. Eine „harte“ Hurdle beteiligt den Manager nur am Mehrertrag. Eine „weiche“ Hurdle mit Catch-up lässt ihn nach Überschreiten der Schwelle aufholen, bis er seinen vollen Anteil am gesamten Gewinn hat – die Hurdle verschiebt dann nur den Zeitpunkt. Ob sie jährlich neu beginnt oder über mehrere Jahre kumuliert, verändert die Gebühr ebenfalls deutlich.
Von den 97 aktiven Fonds mit Erfolgsgebühr nennen 79 eine Hurdle Rate, 15 keine; bei 3 fehlt die Angabe. Wo es eine Hurdle gibt, liegt sie im Median bei 5 % pro Jahr.
Niedrigste, mittlere und höchste Hurdle Rate · Stand 16.10.2026