Glossar › Lock-up
Ein Lock-up ist eine Sperrfrist, in der Anteile nicht oder nur gegen einen Abschlag zurückgegeben werden können.
Die Sperrfrist gibt dem Fonds Zeit, eingesammeltes Geld zu investieren, ohne sofort wieder Liquidität für Rückgaben vorhalten zu müssen. Zwei Formen sind zu unterscheiden: Beim harten Lock-up ist eine Rückgabe ausgeschlossen. Beim weichen Lock-up ist sie möglich, kostet aber einen Abschlag zugunsten des Fonds, oft 2 bis 5 % des Rücknahmebetrags.
Ebenso wichtig ist, ab wann die Frist läuft. Gilt sie ab der Auflage des Fonds, ist sie für spätere Anleger irgendwann vorbei. Gilt sie ab der eigenen Zeichnung, beginnt sie mit jeder Zeichnung neu – auch bei einem Sparplan. Wer früher an sein Geld kommen muss, sollte die Frist zusammen mit Kündigungsfrist, Rücknahmefrequenz und Gate betrachten: Erst alle vier zusammen ergeben die Zeit bis zum Geld.
49 der 139 aktiven Fonds sehen eine Sperrfrist vor, 89 keine. Wo es eine gibt, dauert sie im Median 24 Monate, die Spanne reicht von 1 Monat bis 84 Monate.
Kürzeste, mittlere und längste Sperrfrist · Stand 16.10.2026