Die Peergroup-Indizes messen die realisierte Wertentwicklung der in dieser Datenbank erfassten semi-liquiden Fonds je Segment. Es sind gleichgewichtete Total-Return-Reihen in Euro, berechnet aus veröffentlichten Nettoinventarwerten. Konstruktion, Datenbehandlung und Grenzen sind nachstehend vollständig beschrieben — die Reihen lassen sich daraus nachrechnen.
| Indexfamilie | semiliquid.info Peergroup-Indizes |
| Segmente | Private Equity, Private Credit, Infrastruktur, Immobilien |
| Renditeart | Total Return, netto nach laufenden Kosten der jeweiligen Anteilsklasse |
| Gewichtung | gleichgewichtet, zu jedem Periodenbeginn zurückgesetzt |
| Indexwährung | Euro, ungesichert |
| Basiswert | 100 |
| Basisdatum | je Segment die Periode vor der ersten qualifizierten Beobachtung |
| Berechnungsfrequenz | monatlich und quartalsweise |
| Erstveröffentlichung | August 2026; die Historie davor ist rückgerechnet |
| Datengrundlage | Nettoinventarwerte aus Anbieterunterlagen, Kursfeeds und Marktdatenanbietern |
| Wechselkurse | EZB-Referenzkurse zum Monatsultimo |
| Aktualisierung | monatlich, nach Eingang der Fondsmeldungen |
Die Reihen sollen beantworten, was das Segment insgesamt geliefert hat — nicht, welcher Fonds der beste war. Sie dienen als Vergleichsmassstab für die Einordnung einzelner Fonds und als Beleg dafür, dass die in dieser Datenbank erfassten Angaben zu einer konsistenten Zeitreihe zusammengeführt werden können. Sie sind kein Anlageprodukt und nicht investierbar.
Das Universum umfasst alle Fonds des jeweiligen Segments in dieser Datenbank. Je Fonds geht genau eine Anteilsklasse ein — die mit der längsten Reihe an Bewertungsstichtagen; ein Fonds wird damit nie mehrfach gezählt. Aufnahmeschwelle sind drei voneinander verschiedene Nettoinventarwerte. Massgeblich ist die Zahl unterschiedlicher Werte, nicht die Zahl der Stichtage: Ein quartalsweise bewertender Fonds, der den Wert zwischen den Bewertungen fortschreibt, erfüllt die Schwelle mit dem dritten Bewertungsstichtag. Fonds treten laufend bei, sobald ihre erste qualifizierte Rendite vorliegt; die bestehende Indexhistorie wird dabei nicht rückgerechnet.
Je Fonds und Kalendermonat geht ein Wert ein. Gemeldete Nettoinventarwerte haben Vorrang vor aus Renditen abgeleiteten; liegen mehrere Stichtage im Monat, zählt der späteste. Die Quartalsreihe wird unabhängig davon von Quartalsende zu Quartalsende gerechnet und benötigt keine Verteilung nach Abschnitt 5 — für Fonds, die ohnehin nur quartalsweise bewerten, ist sie die genauere Darstellung.
Für jeden Bestandteil i wird die Periodenrendite gebildet, über alle Bestandteile der Periode gleichgewichtet gemittelt und zu einem Index verkettet:
Gleichgewichtung heisst, dass die Gewichte zu jedem Periodenbeginn auf 1 / Nt zurückgesetzt werden; Fondsgrösse geht nicht ein. Nettoinventarwerte selbst werden nicht gemittelt — die Fonds notieren zwischen rund 6 und 130 je Anteil, ein Mittelwert daraus hätte keine ökonomische Bedeutung. Neben dem gleichgewichteten Schnitt wird der Median der Periodenrenditen als zweite Reihe geführt; er ist gegenüber einzelnen Ausreissern unempfindlich und liegt bei ungleich verteilten Renditen typischerweise darunter.
Bewertet ein Fonds seltener als monatlich oder fehlen Beobachtungen, wird die Bewegung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bewertungsständen als eine Mehrperiodenrendite behandelt und geometrisch auf die dazwischenliegenden Perioden verteilt:
Ohne diese Behandlung steuerte ein quartalsweise bewertender Fonds zwei Nullrenditen und einen Ausschlag bei; die ausgewiesene Schwankung wäre dann eine Eigenschaft des Meldeverhaltens und nicht des Marktes. Lücken über mehr als sechs Perioden werden nicht verteilt — der Fonds bleibt in diesen Perioden unberücksichtigt.
Zielgrösse ist der Total Return. Ob eine Ausschüttung im gemeldeten Nettoinventarwert bereits berücksichtigt ist, unterscheidet sich je Anbieter und Datenquelle und ist nicht durchgängig dokumentiert. Für jede ausschüttende Anteilsklasse wird deshalb geprüft, ob die Rendite der Zahlmonate systematisch unter der der übrigen Monate liegt. Fällt die Ausschüttung aus dem Wert heraus, wird sie der Periodenrendite zugerechnet; ist sie im gemeldeten Wert bereits enthalten, bleibt sie unberücksichtigt, um Doppelzählung auszuschliessen. Wo zu einer ausschüttenden Klasse keine Zahlungen erfasst sind, lässt sich der Test nicht führen; die Rendite dieser Bestandteile ist dann im Zweifel zu niedrig ausgewiesen.
Indexwährung ist der Euro. Beobachtungen in Fremdwährung werden je Stichtag zum EZB-Referenzkurs des betreffenden Monatsultimo umgerechnet. Eine Währungssicherung findet nicht statt; Wechselkursbewegungen sind Bestandteil der ausgewiesenen Rendite.
Eine Periode wird nur ausgewiesen, wenn mindestens drei Bestandteile einen Wert beitragen. Die Zahl der beitragenden Fonds ist je Periode im Chart dargestellt und gehört zur Beurteilung: Perioden mit wenigen Bestandteilen reagieren stark auf einzelne Fonds. Zusätzlich werden je Periode das 25. bis 75. Perzentil und die Spanne der Einzelrenditen ausgewiesen.
Fonds melden mit unterschiedlichem Verzug; in den Wochen nach einem Periodenende liegt nur ein Teil der Bewertungen vor. Die betroffenen Perioden werden als vorläufig gekennzeichnet und bleiben in allen Kennzahlen unberücksichtigt. Vorläufige Werte werden mit jeder Aktualisierung überschrieben, sobald weitere Meldungen eingehen. Perioden ohne diese Kennzeichnung gelten als endgültig und werden nur bei einer Datenkorrektur neu berechnet — etwa wenn ein Anbieter einen Nettoinventarwert rückwirkend berichtigt.
| Rückrechnung | Der Index wird seit August 2026 veröffentlicht. Alle davor liegenden Werte sind auf Grundlage heute verfügbarer Daten rückgerechnet und stellen keine tatsächlich erzielten Ergebnisse dar. |
| Überlebensverzerrung | Erfasst sind Fonds, die heute in Europa vertrieben werden. Geschlossene, verschmolzene oder eingestellte Vehikel fehlen. Die ausgewiesene Rendite ist dadurch tendenziell zu hoch. |
| Wachsende Besetzung | Die Zahl der Bestandteile steigt über die Historie deutlich an. Frühe Perioden beruhen auf wenigen Fonds und sind mit späteren nur eingeschränkt vergleichbar. |
| Bewertungsglättung | Nettoinventarwerte nicht börsennotierter Anlagen beruhen auf Bewertungsmodellen und Transaktionsvergleichen. Sie reagieren verzögert und mit geringerem Ausschlag als Marktpreise. Volatilität, Maximalverlust und Korrelationen dieser Reihen sind mit denen börsennotierter Indizes nicht unmittelbar vergleichbar. |
| Kostenbasis | Institutionelle Anteilsklassen stehen neben Retailklassen. Die Renditen sind netto nach den Kosten der jeweils verwendeten Klasse und nicht auf eine einheitliche Kostenbasis gestellt. |
| Nicht investierbar | Die Reihen bilden kein Ergebnis ab, das ein Anleger so hätte erzielen können. Ausgabeaufschläge, Rücknahmeabschläge, Mindestanlagesummen, Zeichnungsfenster und Steuern sind nicht berücksichtigt. |
| Segment Immobilien | Die Reihe wird von fünf Fonds getragen, über weite Strecken von drei bis vier. Der Wegfall eines einzelnen Bestandteils verschiebt den Indexstand erheblich. Die Reihe ist als Segmentrendite nicht belastbar und ausschliesslich zur Vollständigkeit ausgewiesen. |